Workshops
Macht wird im täglichen Leben ausgeübt- immer und überall. In der Kunst werden Machtverhältnisse oft thematisiert, entlarvt und kritisiert. Es werden idealistische Botschaften und Visionen für eine bessere Welt entwickelt. Aber entsprechen unsere Arbeitsweisen diesen Idealen? Sind unsere Proben- und Produktionsräume machtkritisch? Auf welche Weise reproduzieren wir selbst patriarchale Arbeitsweisen und Machtdynamiken? Feministische Führung fordert traditionelle Vorstellungen von Macht heraus und strebt eine sozial gerechte Welt an, in der weder Menschen noch natürliche Ressourcen ausgebeutet werden und die Gleichstellung der Geschlechter verwirklicht ist. Feministische Führungsprinzipien wurden in feministischen Grass-Roots-Bewegungen im globalen Süden und in den 70er Jahren in Nordamerika entwickelt. Angesichts von Pandemien, Kriegen und der Klimakrise gewinnen diese Prinzipien nun weltweit an Dynamik und Relevanz.
In der Kunst bedeutet dies eine Bewegung hin zu kollektiven Arbeitsweisen, die Abschaffung Macht-missbräuchlicher Situationen und Strukturen, Transparenz und die Förderung kollektiver Entscheidungsfindung. Was und wie etwas (re-)präsentiert wird, ist ebenso wichtig wie die Gestaltung des Arbeitsprozesses. Feministische Führung in der Kunst räumt mit dem Mythos des einzelnen männlichen Genies auf, der sich oft nicht für sein Handeln verantworten muss.
Termine
Bangalore: Jan 9 -12, 2025
Berlin: Nov 26 – 27, 2024
Berlin: Sept 25 – 26, 2024
Bangalore: Jan 16-19, 2024
Berlin: Dec 11-12, 2023
Berlin: Sept 22-23, 2023
Themen
Zu den Themen gehören (ohne darauf beschränkt zu sein):
Innere Arbeit, Selbstfürsorge und institutionelle Fürsorge
Verlernen verinnerlichter patriarchaler Konditionierung
Analyse von Macht, Privilegien und Intersektionalität
Transparenz, Verantwortung (accountability), Prozessgestaltung, Entscheidungsfindung
Toxische Produktivität, Männer im Feminismus, Träume und Visionen
Methoden
Die Teilnehmer*innen werden ermutigt, ihre eigenen Geschichten, Arbeitsweisen und ästhetische Praxen als Material einzubringen. Ansätze und Methoden aus Betzafta, Anti-Bias, Meditation, Yoga, Theater, Feedback-Methoden (Das Arts) & Soziokratie werden ebenfalls vorgestellt, um den Aufbau von feministischen Arbeitsräumen zu gestalten und zu üben.
Feministische Führung ist eine Praxis für alle, unabhängig von Geschlechtsidentitäten. Männer sind ausdrücklich und herzlich eingeladen.
Workshops
Junior Workshops
Junior-Workshops sind für junge Berufstätige, die von den Moderator*innen konzipiert und geleitet werden. Die Teilnehmer*innen erhalten einen umfassenden Überblick über feministische Führungsprinzipien und erarbeiten mögliche Anwendungen in ihrem Umfeld.
Peer Workshops
Peer-Workshops richten sich an Berufstätige mit Erfahrung und aktive Feminist*innen. Sie sind als Räume des Ver-Lernens, der gemeinsamen und individuellen Reflexion und des gegenseitigen Empowerments strukturiert und können den Austausch von Methoden beinhalten.
Moderator*innen:
Sophia Stepf & Lisa Stepf und Kolleg*innen
Dauer:
2 – 5 Tage